Tipps für Ausflüge - Die Umgebung

Wer seinen Urlaub im Hinterland der Côte d'Azur verbringt, weiß in der Regel, warum er hierher gekommen ist, und benötigt nicht unbedingt Hinweise, wie man die Tage am besten verleben kann.

Trotzdem an dieser Stelle ein paar ganz persönliche Tipps und Hinweise:


Abbaye du Thoronet: eines der drei weltberühmten Zisterzienserklöster der Provence befindet sich 12 Kilometer entfernt. Dies bietet Ihnen die Chance, morgens oder am späten Nachmittag den mystischen Ort fast alleine zu genießen. Besonders eindrucksvoll: ein Konzert oder Gottesdienst in der romanischen Kirche. Die Messen (ca. 90 Minuten oftmals mit gregorianischem Gesang) finden am Sonntag um 12.00 Uhr statt. Der Eingang erfolgt über den Torbogen neben dem Klosterladen. Für Gottesdienstbesucher ist der Eintritt frei, das Tor wird ca. 5 Minuten vor Beginn der Messe geöffnet. Dies ist jedoch keine Gelegenheit, den Eintritt zu schnorren, Zugang gibt es nur zur Kirche. Der Andrang ist – zumindest an den Feiertagen – groß, es lohnt sich, früh da zu sein, zumal nur für knapp 50 Besucher Bänke mit Rückenlehnen zur Verfügung stehen, der Rest sitzt auf einfachen Holzbänken oder auf dem kalten Stein.

Weitere Informationen unter : www.tourisme-lethoronet.com/abbaye-cistercienne-du-thoronet 

 


Der Markt von Lorgues ist ein absolutes MUSS, auch wenn es im Sommer ziemlich voll sein kann, aber es gibt ja auch noch andere Jahreszeiten. Erfreulicherweise findet der Markt das ganze Jahr über statt und hat auch in den nicht-touristischen Monaten eine beachtliche Größe. Wer früh genug da ist, kann einen der äußerst begehrten Plätze in den Cafés mitten im Marktgeschehen ergattern.

Das kulturelle Angebot der kleinen Ortschaften ist insbesondere in der Saison ambitioniert und variiert von Jahr zu Jahr. Ausstellungen lokaler Künstler, Ciné und Musikveranstaltungen können sich oftmals völlig unerwartet zu ganz spannenden Erlebnissen entwickeln. Im Sommer werden solche Ausstellungen beispielsweise auch im benachbarten Château de Carcès organisiert.


Ein extrem sympathisches Dörfchen in unmittelbarer Nachbarschaft ist Cotignac. Gelegen vor einer eindrucksvollen Felswand bietet der Ort ein malerisches Zentrum mit einer Promenade unter Platanen – provenzalische Provinz par excellence. Um die Weihnachtszeit ist die riesige Krippe mit ihren vielen Santons sehenswert.


Auch im ehemaligen Schloss von Sillans-la-Cascade finden immer wieder mal

sehenswerte kleine Ausstellungen

statt, in jedem Fall lohnend ist aber der

ca. 20-minütige Spaziergang zum namensgebenden Wasserfall. Das Wasser der Bresque - der kleine Fluss findet sich ja auch ein paar hundert Meter von Ihrem Domizil wieder - fällt rund 44 Meter über einen Abhang und beeindruckt nicht nur in den Wintermonaten.


Villecroze bietet eine pittoreske Altstadt, die bislang nur wenig touristisch erschlossen ist. Ein paar kleine Galerien, Cafés und Geschäfte locken noch nicht allzu viele Besucher, so bleibt ein gewisser Charme erhalten.


Ein paar Kilometer weiter liegt Tourtour malerisch und mit grandioser Fernsicht auf einem Bergrücken. Das kleine Örtchen ist in der Saison schon ziemlich gut besucht, in der Vor- und Nachsaison aber immer einen Besuch wert.

 


 

Beim Verlassen des Ortes findet man Schilder, die auf den „Tour Grimaldi“ hinweisen. Der Weg lohnt sich, weniger wegen des Turms aus dem 12. Jahrhundert, aber der Blick von dort oben ist überwältigend. Die Anfahrt verdient ein wenig Vertrauen in die Federung und die Bereifung Ihres Fahrzeugs, aber wenn man es langsam angehen lässt, klappt es meist ohne Probleme.


Ein Unikat finden Sie in unserem Haus!
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Freunden der bildenden Kunst sei in jedem Fall ein Besuch in Châteaudouble empfohlen, wo der Metallkünstler Za ein wenig versteckt oben auf dem St.-Anne-Hügel sein Freiluftatelier betreibt. Die kunstvolle Umwidmung und Wieder-verwendung von Alltagsgegenständen in künstlerischer Form ist auf jedem Fall einen Ausflug wert. Die Objekte sind durchaus erschwinglich (ab ca. 50 €), nur der Transport kann manchmal schwierig werden.

Bislang waren wir immer nur im Frühjahr und Sommer dort und können nicht sicher sagen, ob dies auch ein Winterziel ist. In der Saison ist das Gelände täglich ab

10.30 Uhr geöffnet.

Achtung: die D955 „Gorges de Chateaudouble“ ist 2011 durch einen Erdrutsch zerstört worden und bleibt – wohl dauerhaft – gesperrt..


Ganz andere Dimensionen erreichen die Werke von Bernar Venet, einem der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Seit 2014 hat er in Le Muy ein Kunst-Paradies für seine gigantischen Stahl-Skulpturen geschaffen. Besichtigungen sind möglich, allerdings nur auf Anfrage unter der

E-Mail : info@venetfoundation.org

Nur wenig bekannt außerhalb der Region ist die „Operation Dragoon“, die Landung der Alliierten in der Provence am 15. August 1944, die nicht weit von hier an den Stränden und im Hinterland stattgefunden hat. Am Jahrestag findet u.a. in Le Muy, dem ersten befreiten Ort in der Provence, eine „Militär“parade mit unzähligen zeitgenössischen Fahrzeugen statt, die die Freude und Erleichterung über die Befreiung sehr authentisch vermittelt – unbedingt erlebenswert. Le Muy hält auch ein kleines Museum zum Thema bereit. Etwas versteckt an der D 47 in Richtung Bagnol-en-Foret liegt eine Gedenkstätte für die Opfer dieser Operation.


In Richtung Süden / Südwesten liegt der kleine Ort Correns, der vor ein paar Jahren Weltberühmtheit erlangt hat, weil Angelina Jolie und Brad Pitt das Weingut „Chateau Miraval“ zuerst gemietet und dann gekauft haben. Die Wahrscheinlichkeit, die Hollywood-Stars persönlich anzutreffen, ist wohl eher gering, aber die Weine sind durchaus trinkbar, wenn auch nicht in der Rubrik "preiswert“ einzusortieren.


Eine knappe Autostunde nach Norden liegen die spektakulären und berühmten Gorges du Verdon, einer der größten Canyons Europas, nicht zufällig auch unter dem Namen Grand Canyon du Verdon bekannt. Die 21 km lange und bis zu 700 Metern tiefe Schlucht lockt zahlreiche Tagesbesucher an. Die Standortnähe erlaubt es Ihnen vor den meisten anderen da zu sein. Autowanderer nutzen die Panoramastraßen, den Sportlichen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Aktivität von Wandern bis Rafting. Anschließende Erholung ist am benachbarten Lac de Sainte-Croix gesichert.


Die kleinen Straßen und Wege entlang der Bresque und dem Fluß Argens laden ebenso wie die Weinfelder zu Spaziergängen und Erkundungen ein. Die Grundstückseigentümer und vor allem die Jäger werden Ihnen danken, dass Sie auf den nicht immer ausge-wiesenen  Wegen bleiben. Wander-karten der Region finden Sie im Haus.


Auf dem Weg zur Küste kommen Sie durch Carnoules. Hier befindet sich das Schildkrötendorf  Le village des Tortues,  das nicht nur für Kinder ein Erlebnis ist.  Man erfährt hier viel über die verschiedenen Schildkrötenarten aus aller Welt. Außerdem hat das Schildkrötendorf, in dem mehr als 1.500 Schildkröten leben, einen Forschungs- und Artenschutzauftrag. Alle Nachzuchten und auch verletzte Tiere, die in einem kleinem Krankenhaus gesundgepflegt wurden, werden wieder ausgewildert.

Geöffnet täglich von 9.00 - 19.00 Uhr.

Infos unter www.villagedestortues.fr

 

 


Nette Anregungen für Fahrrad-Touren, die natürlich auch anders zu nutzen sind, finden Sie unter anderem unter

www.provenceweb.fr/var/cyclo-tourisme Ein Beispiel der „Villages historiques du Var“ finden Sie im Anhang. Im Departement Var gibt es über 300 historische Monumente, die Entdeckungsreise im Hinterland der mondänen Côte d’Azur bleibt auch nach mehreren Aufenthalten immer noch spannend.

 

Das „Office de Tourisme“ in Entrecasteaux ist nur von Mai bis September geöffnet.

Die Kolleginnen und Kollegen in Carcès (der Haupteinkaufsstraße im Ort geradeaus folgen) sind nach unserer Erfahrung nicht nur sehr freundlich und hilfsbereit, sondern auch gut mit Material ausgestattet.


Kanu- und Kajakausflüge, sowohl auf dem ruhigen Argens als auch mit einer Dependance am Meer (Bandol), bietet www.provence-canoe.com.

Die Heimatbasis befindet sich auf der

D 562 in Richtung Lorgues etwa drei Kilometer nach der Kreuzung D 31 /

D 562. Hier sind auch Leihfahrräder (u.a. Mountainbikes) im Angebot und der Besitzer hat einen Kletterpark angelegt. Ein umfassendes Angebot inclusive geführter Touren etc. finden Sie auf der Homepage oder vor Ort.


Ausflüge zur Küste erfordern eine Anfahrt von einer knappen Stunde. Wenn Sie nach Saint-Tropez möchten, empfehlen wir dringend, dies in der Hauptsaison nicht mit dem Auto zu versuchen. Sie geraten unvermeidlich in den Stau auf der einzigen Zufahrtsstraße und ärgern sich unnötig. Nehmen Sie stattdessen die regelmäßig verkehrende Fähre ab Sainte-Maxime und ersparen Sie sich Zeit und Stress.

Die Fahrpreise liegen (Stand 2015) bei € 13.50 für die Hin- und Rückfahrt, angesichts der Parkgebühren in Saint-Tropez rechnet sich dies fast.

Details unter: www.bateauxverts.com/de/navettes/sainte-maximesaint-tropez


Schöne Küstenwanderungen sind auf der Südseite der Halbinsel von Saint-Tropez möglich, ein günstiger Ausgangspunkt ist L’Escalet, von hier aus können Sie dem mehr oder weniger gut befestigten Küstenpfad über die Pointe du Canadel, die Pointe de la Douane bis zum Cap Taillat folgen. Festes Schuhwerk ist angeraten.

Die Strandabschnitte der Region werden Sie selten für sich alleine haben. Ein paar „Geheimtipps“ gibt es ab der Baie de Cavalaire in Richtung Süden, aber die sind so geheim, dass Sie sie selber entdecken und verschweigen müssen.

Am Promi-Strand von Saint-Tropez, an der Plage de Pampelone in Ramatuelle, soll mit dem Club 55 die berühmteste Strandbar der Welt existieren. Tagsüber ist der Club 55 eher ein mondänes Ziel für die gut gefüllten Geldbörsen, die auf der Landseite mit Luxusautos, auf der Wasserseite mit imposanten Yachten anreisen, aber die Gastronomie schließt konsequent um 18.00 Uhr, wahrscheinlich ist dann der Champagner- und Hummervorrat einfach erschöpft. Danach ist es aber immer noch schön und die Sonnenuntergänge bei selbst mitgebrachtem Rosé, Pique-nique etc. sollen ein Traum sein. Wir haben es selber bislang nicht probiert, aber …..


Einen traumhaften Blick bietet das Örtchen Gassin oberhalb von Saint-Tropez; man munkelt,  es sei eine der reichsten Gemeinden Frankreichs.

Das eine oder andere Anwesen, das man mehr ahnt als sieht, lässt verstehen warum.


Bergliebhaber werden ihre Freude am Massiv des Maures und vor allem am Esterel-Gebirge südlich von Cannes haben. Die atemberaubende Küstenstraße bietet immer wieder traumhafte Blicke über die hier unbebaute wilde Côte d’Azur.

Vor über 25 Jahren hat uns der Zufall erstmals ins malerische Collobrières geführt. Das eher abgelegene Örtchen ist nur über eine einzige kleine Straße erreichbar und als „Kastaniendorf“ berühmt. Einige sehr angenehme Restaurants bieten auf den Terrassen schmackhafte Mittagsmenus zu

fairen Preisen.

 

Auf dem Hin- oder Rückweg lohnt auch unbedingt ein Besuch in der wieder aufgebauten Chartreuse de la Verne. Die Anfahrt ist etwas beschwerlich, aber die Mühe lohnt sich.


Ab Toulon, das nach unserer Ansicht selbst nicht so sehenswert ist, fahren die Fähren auf die vorgelagerten Inseln (Iles d’Hyères, Ile du Levant).

Ebenfalls in erreichbarer Nähe (ca. eine Autostunde nach Westen) liegt der berühmte Höhenzug Montagne Sainte Victoire, ungezähltes Motiv für den Impressionisten Paul Cézanne, dessen Spuren man auf gut ausgeschilderten Routen mit dem Auto oder zu Fuß folgen kann. Auch Picasso liebte diese Gegend. Zu sehr (!) seltenen Gelegenheiten öffnet sich sein ehemaliger Wohnsitz im Schloss von Vauvenargues den Besuchern.


Nur ein paar Kilometer weiter gelangen Sie nach Aix-en-Provence. Die Stadt führt regelmäßig die Liste der beliebtesten Städte an, in denen Franzosen gerne wohnen würden.